Zuchtmethoden und Zuchtziel 

Zucht von Tieren bedeutet die selektive Auswahl von Tieren, um ein bestimmtes Zuchtziel zu erreichen. Ob man nun für den Standard eines Vereins oder für sein persönliches Ziel züchtet, bleibt einem dabei erst einmal selbst überlassen.  

Ein Züchter möchte eigentlich immer irgend etwas verbessern oder herauszüchten. So wird ein Züchter versuchen, die Ohren zu verbessern oder aber die Felldichte, bestimmte Wirbel zu sichern, Körperbau zu verbessern oder eine bestimmte Farbe zu verbessern oder in eine Rasse rein zuziehen. Hier gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Dabei sollten für einen Züchter immer die Vitalität, Gesundheit und Wesenseigenschaften an oberster Stelle stehen. Es gibt viele negative Beispiele in der Zucht von Tieren, wo für ein bestimmtes Zuchtziel gesundheitliche Einschränkungen hingenommen wurden, man denke nur an die als schön empfundene abgesenkte Hinterhand des Schäferhundes, die dann in vielen Fällen zur HD führte. Dabei sind Qualzuchten verboten. Leider ist die Grenze hier sehr schwimmend. 

Meerschweinchen sind in aller Regel noch nicht so arg überzüchtet, Gott sei Dank gibt es noch keine Minischweinchen, oder die Tiere haben meistens noch nicht so kurze Nasen, dass sie keine Luft mehr bekämen. Allerdings gilt es hier, als guter Züchter auch weiterhin mit klarem Verstand und Verantwortungsbewusstsein zu handeln. 

Ein Züchter sollte sich schon ganz am Anfang darüber im Klaren sein, welche Rasse bzw. Farbe ihm persönlich gefällt, die er auch züchten und verbessern möchte. Nicht selten wird erst einmal darauf los vermehrt und später alle Tiere wieder abgegeben, weil es nun eine andere Rasse sein soll, die besser „läuft“. So etwas empfinde ich als unseriös, es ist wohl eher ein Vermehren als Züchten. 

Es gilt also sich zu informieren über Rasse- und Farbvielfalt und sich umzusehen, dann zu entscheiden und sich um entsprechende Ausgangstiere zu bemühen. 

Eigentlich scheint es ziemlich einfach, man nimmt ein zuchtreifes Weibchen und Böckchen, verpaare diese und bekommt Nachwuchs. Das ist auch nicht weiter schwer, aber mit Zucht hat es erst einmal wenig zu tun. 

Wie gesagt, ein Züchter verfolgt Ziele. Man braucht also genetische Grundkenntnisse, um sich so viele Testverpaarungen sparen zu können. Auch benötigt man nicht unendlich viele Tiere, sondern gute Ausgangstiere, die dem eigenen Zuchtziel möglichst nahe kommen. Diese sollte man vom Züchter seines Vertrauens bekommen. 

Linienzucht 

Eine Standardmethode in der Meerschweinchenzucht ist die sogn. Linienzucht. Linienzucht beinhaltet ein Maß an Inzucht, ohne die eine Linienzucht nicht möglich wäre.

Die Linienzucht festigt gewisse Eigenschaften, wie Typ, Farbe, Fellqualität und andere Zuchtziele. So verpaart man sehr vorsichtig fremde Tiere ein, eher Schritt für Schritt, um vor unangenehmen Überraschungen gewahrt zu bleiben.

Auch werden Tiere aus Rückverpaarungen, z.B. Mutter/Sohn bzw. Geschwister/Halbgeschwister, häufig ausgesprochen typvoll, da sich die Eigenschaften der Tiere, gute wie schlechte, immer potenzieren. 

Zudem hat der Züchter über solche Verpaarungen die Möglichkeit, krankmachende oder unerwünschte Eigenschaften heraus zu finden. Niemals entstehen durch Linienzucht Krankheiten oder Gendefekte, sondern sie werden so zu Tage gebracht. Tiere, die solche Gene mitbringen, gehören nicht mehr in die Zucht! Sie dürfen auch nicht mit fremden Tieren weiterverpaart werden, wo die Nachkommen zwar in Ordnung sind, aber die unerwünschten Gene versteckt in sich tragen und natürlich auch an ihre Nachkommen weitergeben. 

Inzucht ohne Linienzucht ist wohl möglich, aber nicht sinnvoll. Sollte die Inzucht zu stark betrieben werden, kommt es als erste Folge zu kleinwüchsigen und häufig unfruchtbaren Tieren, was niemals ein Zuchtziel sein kann! 

Es ist also wünschenswert, den Inzuchtgrad seiner Linienzucht zu kennen. Er stellt die Wahrscheinlichkeit dar, mit der sich gewisse Gene treffen werden. Die Chance ein bestimmtes Gen von Vater oder Mutter zu bekommen, ist gleich groß mit 50% , die Wahrscheinlichkeit aber, ein Gen von den davor liegenden Generationen zu bekommen, verringert sich mit zunehmenden Generationen. Der Inzuchtgrad von 25% bringt sehr gute Ergebnisse und vereinheitlicht das Zuchtziel. Der Inzuchtgrad bei einer Rückverpaarung von Mutter/Sohn oder Vater/Tochter ist höher als bei einer Geschwisterverpaarung. 

Fremdverpaarungen sind immer spannend. Sie können erfreuliche oder enttäuschende Ergebnisse erzielen und die Zucht erheblich beeinträchtigen. Man darf nicht vergessen, dass jedes Elternteil 50% an die Jungtiere weitergibt. Da jeder Züchter fremde Gene benötigt ,sollen sie Schritt für Schritt in die eigene Zucht eingeführt werden. Außerdem sollte man bemüht sein, ebenso gute und gesunde Tiere zu bekommen, wie man sie hoffentlich zu Hause sitzen hat. Dann kann das Ergebnis auch hervorragend werden, wenn zwei wirklich gute Linien zusammen geführt werden. 

Tatsache ist, dass bekannte Linienstämme besonders gute Zuchtleistungen und hohe Widerstandskräfte besitzen. Inzuchttiere dagegen eher klein, nicht sehr vermehrungsfreudig und eher anfällig sind. 

Zuchtbuch 

Ein Züchter sollte, um immer genauen Überblick zu haben, ein Zuchtbuch führen. Darin sollten Namen, Geburtdatum und Eltern, Genformel und Eigenschaften des Tieres dokumentiert werden. Vorzüge und Fehler sowie evtl. Krankheiten und das erreichte Lebensalter sind ebenfalls interessant. 

Dann werden die Würfe entsprechend notiert, was wann und wie gefallen ist, Geburtsgewichte und Geschlecht festgehalten (später auch für die Papiere nötig). 

Beim Bock sollten ebenfalls die Würfe notiert werden, ob und wenn ja, welche Fehler er mitvererbt haben könnte, und auch die Geschlechterverteilung ist interessant, die ja bekanntlich der Bock bestimmt. 

Man sollte die Eintragungen einheitlich und übersichtlich gestalten, so dass man immer einen guten Überblick behält. 

Zucht 

Zur Zucht werden selbstverständlich nur gesunde, mit guter Kondition ausgestattete Tiere eingesetzt. Jeglicher Zweifel an der Gesundheit eines Zuchttieres disqualifiziert das Tier! 

Die Zuchtreife erreicht ein Weibchen mit 4-6 Monaten und einem Gewicht zwischen 700-800 Gramm, abweichend von der Geschlechtsreife, die um die 6. Woche eintritt.

Es sollte nicht wesentlich älter als oben beschrieben sein, allerhöchstens bis zu einem Jahr beim ersten Wurf, sonst erhöht sich das Risiko von Geburtschwierigkeiten, da die Beckenelastizität deutlich nachlässt. Auch nehmen ältere Weibchen häufig schlechter auf! 

Auch der Bock muss natürlich gesund und in guter Kondition sein, denn von Krankheiten oder Parasiten geschwächt, ist der Deckakt viel zu anstrengend. Die Böcke nehmen dabei auch gesund bis zu 120 Gramm ab! 

Will man nun züchten, sollte man auch passende Tiere verpaaren, wo bei der Nachzucht ein gutes Ergebnis zu erwarten ist. Sie sollten rasse- und farbmäßig zueinander passen. So ist auch gewährleistet, dass man später gute Jungtiere erhält, für die man ein gutes Zuhause findet, da die Nachfrage nach Rassetieren erheblich größer ist und man so in der Lage ist, sich die neuen Besitzer auszusuchen. Das empfinde ich als sehr wichtig. Was nicht heißen soll, dass man für Hausmeerschweinchen nicht auch liebevolle private Hände finden kann, wo sie es bei Liebhabern auch gut treffen, aber hier ist die Auswahl meist deutlich geringer. 

Trächtigkeit 

Hat man sich das alles gut überlegt, kann man die zwei Zuchttiere nun zusammensetzen. Die Weibchen werden alle 16-18 Tage für ca. 24 Stunden mit Vorbrunst brünstig und lassen sich nur in dieser Zeit vom Bock belegen. In der Zwischenzeit fühlen sich viele Weibchen vom Bock belästigt und wehren sich gegen seine Annäherungsversuche mit dem so genannten Abwehrharnen. Der Bock wird das Weibchen ununterbrochen mit gurrenden Lauten umwerben und sein Revier mit Harn markieren, dazu reibt er sein Hinterteil über den Boden, ein Bock spritzt nicht! Das Weibchen, welches nicht in der Brunst ist, wehrt ihn mit spritzendem Harn ab, beißt nach ihm, quietscht laut und abwehrend und läuft vor ihm weg. Ist sie dann in Brunst, lässt sie den Bock aufreiten, legt sich dabei mit dem Bauch auf den Boden und hebt ihren Hinterleib an. Ist die Paarung erfolgreich gewesen, wird das Weibchen aufquietschen und beide Partner putzen sich in der Genitalregion. Nach erfolgter Verpaarung bildet sich in der Vagina ein sogn. Deckpfropf, ein wachsartiger Verschluss, der verhindert das Herausfließen des Spermas und fällt nach einigen Stunden von selbst heraus. Hat eine Befruchtung nicht stattgefunden, verschließt sich die Vagina bis zur nächsten Brunst. 

Ein Weibchen sollte also mindestens drei Wochen beim Bock sitzen, um davon auszugehen, dass sie tragend ist. Ein erfahrener Züchter fühlt durch behutsames Abtasten ungefähr drei Wochen nach erfolgreicher Bedeckung eine Trächtigkeit im unteren Uterus. Um die vierte Woche ist meist weniger zu fühlen, um dann in der fünften ganz deutlich ertastbar zu werden, zu dieser Zeit rutschen die fühlbaren Feten schon höher und seitlicher in die beiden Gebärmutterhörner. Auch nehmen die Tiere in dieser Zeit deutlich zu. Ca. 3 Wochen vor dem Geburtstermin kann man die Babys im Bauch strampeln fühlen, erst sehr zaghaft, später mit deutlichen und kräftigen Bewegungen. Der Bauchumfang vermehrt sich erheblich und die tragenden Weibchen nehmen bis zu einem Drittel und mehr des eigenen Körpergewichtes zu. Das ist eine erhebliche Belastung für das Muttertier. In dieser Zeit sollte das Muttertier nicht mehr von Stallgenossen gejagt und gestresst werden, gleichwohl benötigt es ruhigen Auslauf und Bewegung! Beim Anheben der werdenden Mutti muss man den Bauch mit der ganzen Handfläche abstützen.

Meerschweinchen haben eine Tragzeit von 67 – 72 Tagen, selten weniger. Das ist eine relativ lange Tragzeit, was die Geduld des überaus gespannten Besitzers, vor allem bei Kindern wirklich auf die Probe stellt.  Die lange Tragzeit ergibt sich aus der Tatsache, das Meerschweinchen Nestflüchter sind und mit bleibenden Zähnen und voll entwickeltem Fell und Augenlicht zur Welt kommen. Steht die Geburt direkt bevor, muss der Bock aus dem Stall genommen werden, damit es nicht zu einer Nachbedeckung kommt, was viel zu belastend für das Muttertier wäre. Auch andere trächtige Weibchen sollten bei der Geburt nicht anwesend sein, weil sie sich ab und an „anstecken“ lassen und einfach mit werfen, obwohl sie sich in einem anderen Trächtigkeitsstadium befinden.

 

Geburt 

Das Meerschweinchen ist ein Phänomen bezüglich eines Tieres mit sehr engem Becken und großen Früchten. Normalerweise ist die Schambeinfuge beim MS geschlossen, aber im letzen Drittel der Trächtigkeit weitet sich das Becken, kurz vor der Geburt kann deutlich zwei Knochenenden fühlen, die sich in der Mitte auseinander dehnen. Ist die Schambeinfuge (Symphyse) einen Daumen breit (1,5 – 2 cm) breit geöffnet und weich verschiebbar, steht die Geburt direkt bevor. So ist innerhalb von 20 bis 48 Stunden mit dem Beginn der Geburt zu rechnen. In der Symphyse ist mit einer sehr elastischen Bandmasse gefüllt. Viele Anzeichen vor der Geburt gibt es nicht. Meistens nimmt die Mutter schon Tage vorher vermehrt Blinddarmkot auf, dreht sich an ihrem Lieblingsplatz im Stall und es entsteht ein Kuhle in die sie die Jungen wirft. Manchmal sind bei den Vorwehen Scharr- und Katzbewegungen der Mutter zu beobachten. Dann erwartet sie mit Ruhe die Wehen, die als wellenartiges Zusammenziehen des Körpers zu beobachten ist. Meist wird mit wenigen Presswehen, bei denen der Bauch steinhart wird,  das erste Baby geboren. Die Mutter ist in einer Art Hockstellung , die Hinterbeine sind gespreizt und auf dem Boden aufgesetzt. Aktive Beinarbeit trägt zur Erweiterung der Schambeinfuge bei. Ist das Junge geboren, zieht sie das Baby zwischen ihren Vorderbeinen nach vor, bzw. dreht sich zu dem Neugeborenen, um es ganz schnell von der Eihaut zu befreien. So ermöglicht sie den ersten Atemzug des Kleinen. Meistens werden sie mit dem Kopf voran geboren, aber ich habe auch schon Steißlagen beobachtet, eine erfahrene Mutter öffnet auch dann instinktiv am Kopf die Eihaut, ansonsten ist das Neugeborene ohne fremde Hilfe verloren. Das Muttertier frisst die Eihaut und beginnt das Baby zu lecken, so wird der Kreislauf angeregt und es wird trocken. Manche Mütter stellen ihren Vorderfuß auf den Oberkörper des Babys und ermöglichen im so, das bessere Ausniesen von Fruchtwasser. Danach erfolgt meist rasch die Geburt der weiteren Jungen. Alle werden auf dieselbe Weise behandelt. Manchmal ist die Mutter so mit den vorher geborenen Jungen beschäftigt, dass sie das Neugeborene nicht versorgt. Hier darf man hilfreich eingreifen und die Eihaut öffnen und das Kleine trockenreiben. Sonst müsste das Junge ersticken. Wenn alle Jungtiere geboren sind stößt die Mutter die Plazenten aus, pro Jungtier ist eine Vorhanden. Nach Möglichkeit sollte der Ausstoß aller Plazenten überprüft werden, damit nicht eine Vergiftung der Mutter durch Plazenten erfolgt. Das Weibchen frisst mindestens eine davon auf, was die Mutter auch mit Hormonen versorgt, die der Milchbildung dienen. In freier Wildbahn ist das auch eine Vorsorge, damit Raubtiere nicht von dem Blutgeruch angelockt werden. Hier gibt es besonders gründliche Mütter, die so „Aufräumen“ und auch die Eintreu vertilgen die mit Blut in Berührung gekommen ist, dass man später nicht einen Blutstropfen findet. Die ganze Geburt dauert je nach Anzahl der Jungen zwischen 20 Minuten und höchstens einer Stunde. Die Wurfgrößen sind von 1-5 Kindern als normal anzusehen. Die Geburt eines Einzelkindes kann manchmal schwierig sein, wenn das Baby zu groß ist und mehr als 120 Gramm wiegt. Es gab schon welche mit bis zu 180 Gramm! Bei großen Würfen sinkt das Geburtgewicht meistens und liegt dann bei 50 – 70 Gramm. Ein normales Geburtsgewicht (2er-5er Wurf) liegt so um die 60-140 Gramm.  Sind mehrere laktierende Mütter im Stall, werden die Jungen manchmal auch von den anderen Müttern mitgesäugt. Die Jungepflege ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, sie werden geputzt und durch lecken am Bauch zum Kot- und Urinabsatz bewegt. Die Mütter wärmen die Kleinen und  damit endet es meistens auch schon.

Schwächliche Würfe verbringen die ersten Tage in der Wurfmulde, kräftige Junge erkunden nach kurzer Zeit schon ihre Umgebung und knabbern interessiert alles an.

Das Weibchen wird ca. 2-13 Stunden nach der Geburt wieder brünstig, eine Neubedeckung sollte vermieden werden! Der Mutter ist mindestens zwei Wochen bis 12 Wochen lang eine Erholungspause zu gönnen. Je nach Kondition und Gewicht! 

Geburtsschwierigkeiten 

Trägt ein Weibchen definitiv über den 72. Tag hinaus, beginnt die Zeit kritisch zu werden und das Tier überträgt. Häufiger kommt es bei sehr großen Früchten vor. Die Funktionsfähigkeit des Mutterkuchens nimmt nun rapide ab, es kann zu Unterversorgungen der Jungtiere mit Sauerstoff kommen, oder es entsteht der gänzliche Gewebeuntergang der Plazenta und führt damit zum Tod der Früchte.

Auch erschwerte Geburten (Wehenschwäche), Totgeburten und Jungtiere die in Not sind (sichtlich am grünen Fruchtwasser, es wurde Mykonium abgesetzt) drohen. Nach dem 74. Tag werden keine lebenden Jungen mehr geboren. 

Gelegentlich werden bei Geburten auch sogen. Steinfrüchte mit ausgestoßen. Es handelt sich dabei um im früheren Trächtigkeitsstadium abgestorbene Früchte, die mumifiziert wurden. Durch Eintrocknen wurden sie zu kleinen, harten Gebilden, die sich zurückgebildet haben. Eine Infektion (Sepsis) der Mutter ist hierbei nicht zu befürchten, da die Eihäute bei der Mumifizierung unversehrt bleiben. 

Anders bei Jungtieren, die absterben und sich nicht mumifizieren hierbei kann der mütterliche Kreislauf vergiftet werden und das Muttertier geht mit zugrunde. 

Wirklich ganz selten ist die Doppelempfängnis zu unterschiedlichen Zeiten. Hierbei wird ein Weibchen trotz bestehender Trächtigkeit wieder brünstig und kann, falls sie dabei noch einmal erfolgreich bedeckt wird, zwei Würfe gleichzeitig im Leib tragen. Die Geburten erfolgen zu unterschiedlichen Zeiten, wenn alles gut geht. Häufig wird der zweite Wurf aber mit dem ersten ausgeschieden und stirbt somit ab. Es hat aber Fälle gegeben, da hat die Mutter den zweiten Wurf nach 3 Woche zur Welt gebracht und beide Würfe parallel versorgt.  

Bei einer Frühgeburt im frühen Trächtigkeitsstadium findet man häufig nur Blutspuren um die Vagina, im späteren Stadium werden unterentwickelte Föten ausgestoßen. 

Unter Totgeburten versteht man Feten, die zum errechneten Geburtstermin tot geboren werden. Ein kleiner Prozentsatz von ca. 5-7% an Totgeburten ist als normal anzusehen. 

Aufzucht

Meerschweinchen haben nur zwei Zitzen, können damit aber ohne Probleme vier und mehr Babys großziehen, zumal die Kleinen ja auch schnell selbstständig fressen. Ich hatte mal ein Jungtier, das mit einer Stunde im Fressnapf saß und sich mit einem Pellet vergnügte!